Harry Flatt-Heckert - Interprofessionelle Arbeit mit Menschen

Schule

Soziales Kompetenztraining - Gewaltprävention

Gewalt ist eine Lösung – ständig!

Jeder Mensch hat ein Recht auf einen gewaltfreien Umgang. Dies gilt insbesondere für den Aufenthalt in öffentlich geschützten Räumen.

Allerdings wird dieses Recht ständig und überall eingeschränkt. Und dies beginnt schon in Kindergarten und Schule und setzt sich über Ausbildung und Beruf fort.

Das Recht des Stärkeren, des Lautesten, des Moderneren, des vermeintlich Schöneren und Angesagten kultivieren sich schon ganz früh und etablieren sich z.B. über die sozialen Netzwerke in den Köpfen junger Menschen.

Die Gewaltformen reichen dabei von offener verbaler Gewalt über Mobbing bis hin zu tätlicher Gewalt als Konfliktlösungsmodell oder als probates Mittel zur Interessensdurchsetzung.

Mobbing ist dabei eine der subtilsten Formen von Gewalt, denn es hinterlässt schwere Wunden in Psyche und Seele des Opfers, die - zunächst nicht sichtbar - sich aber später in depressiver, autoaggressiver oder fremdaggressiver Form niederschlagen können.

Eltern und Pädagogen sehen sich in der Konfliktbewältigung oft überfordert und resignieren. In vielen Klassen herrscht das reinste Chaos. Klassengemeinschaft als ein sozialer Wert, der angstfreies und gemeinschaftliches Lernen fördert, kann sich kaum entwickeln.

Was ist Gewalt und wo beginnt sie?

Es sind zunächst die kleinen Nicklichkeiten, die ein gewalt- und angstfreies Miteinander in einer Lerngruppe nachhaltig beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem die bewusste Verunglimpfung von Namen, kleine Schubsereien, das Heraussuchen der ewig gleichen „Opfer“ für vermeintlich lustige Gruppenspiele, allgemeines Lachen, wenn jemand eine falsche Antwort gibt, das Herausstellen körperlicher, psychischer oder sozialer Schwächen oder eben auch – und das gewinnt immer mehr an Bedeutung - das gezielte „Herunterputzen“ bestimmter Ethnien und Religionsgruppen. Mangelndes Rechts- bzw. Unrechtsbewusstsein und eine erschreckende Unkenntnis gegenüber unserem Grundgesetz führen zu rassistischen und fremdenfeindlichen Haltungen, die ungehemmt, besonders in den sozialen Netzwerken, verbreitet werden.  Hier müssen Recht und Unrecht deutlich voneinander unterschieden und Recht gegen Unrecht gesetzt werden.

Wie wirkt sich dieses Verhalten auf die Opfer aus? Was motiviert die „Klassenbullys“ und inwieweit ermöglicht die Gruppe ihnen überhaupt erst den Erfolg, unter dem sie selbst leidet? Welche Rolle spielen die sozialen Netzwerke bei der Meinungs- bzw. Vorurteilsbildung. Welche Faktoren begünstigen die Hemmungsreduktion für das Überschreiten sozial verabredeter Grenzen in der Konfliktbewältigung und die Verarmung der Empathie-Fähigkeit? Wo ist der Unterschied zwischen verbrieftem Recht und subjektivem Rechtsempfinden und warum driftet das häufig so weit auseinander?

Was können wir tun, wenn wir innerhalb unserer eigenen Gruppe solche Phänomene beobachten? Welche Möglichkeiten gibt es, den Kreislauf von Gewalt und Angst so zu durchbrechen, dass am Ende eine win-win-Situation herrscht, die keine Verlierer produziert?

Fragen sind also mehr als genug da. Machen wir uns auf die Suche nach den richtigen Antworten.

Rollenspiele, Interaktion, Geschichten und „Erlebtes“ werden so miteinander verknüpft, dass die Jugendlichen ihr eigenes Verhalten erkennen, darüber erschrecken und Lust auf einen Umgang bekommen, bei dem das Miteinander zum Wohle aller im Vordergrund steht.

Dieser Kurs kann durch die vielen modularen Bausteine auf jede Altersgruppe in der Schule übertragen werden.

Über den genauen Umfang und Kosten der Veranstaltung sollten wir miteinander ins Gespräch kommen. Ich freue mich auf eine Einladung.

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